Verband 2018-04-20T08:42:55+00:00

Berufsbildnerverband für Berufs- und Praxisbildende

Der Berufsbildnerverband steht seinen Mitgliedern in alltäglichen Fragestellungen als unterstützendes Organ mit Informationen, Tipps und einem starken Netzwerk zur Seite. Er verbindet die Mitglieder und stärkt deren Position in den Betrieben und nach aussen.

Die Ausbildung von Jugendlichen ist ein Knochenjob. Es ist streng, laut, leise, anspruchsvoll, mühsam, frustrierend, motivierend, locker, lässig, erfreulich, euphorisch – emotional die ganze Bandbreite – und dies täglich.

Eine Sisyphus-Arbeit, die man als Berufsbildungsverantwortliche gerne machen muss und machen will. Deren Notwendigkeit man einsieht, weil sie zum Wohl der ganzen Bevölkerung dient. Weil die Arbeit als Arbeit wichtig ist. Weil Ausbilden schön ist. Und weil es nichts schöneres gibt, als Lernende, die man als halbe Kinder noch in Empfang genommen hat, man am letzten Tag ihrer Lehre als junge Erwachsene ins Berufsleben entlässt. Man als Berufsbildungsverantwortliche während der Diplomfeier des Lernenden fast platzt vor Stolz. Oder man Tränen trocknet, wenn es im ersten Anlauf nicht geklappt hat (auch wenn man es hat kommen sehen).

Die Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist anspruchsvoll. Und als Berufsbildungsverantwortliche wächst man mit den Aufgaben. Man wird selber älter, jeder Jahrgang, der geht bildet wieder 3 oder 4 Jahre im eigenen Leben ab. Man wird weiser, milder, glaubt nicht mehr jede Ausrede, lässt sich nicht mehr so schnell um den Finger wickeln, bleibt gelassener. Und man bleibt jung als Berufsbildungsverantwortliche, dabei mit den Trends, Sprüchen, Ausdrücken, Moden und stellt fest – es war alles schon mal da, es wiederholt sich vieles.

Hanna Hoenig, Berufsbildnerin