Rechte & Pflichten 2018-03-01T10:14:05+00:00

Rechte & Pflichten

Aufgaben der lernenden Person

  • Grundsätzlich alles tun, um die Bildungsziele (aufgeführt in der Bildungsverordnung des Berufs) zu erreichen
  • Die Anordnung der Berufsbildnerin / des Berufsbildners befolgen und arbeiten gewissenhaft ausführen
  • Die Berufsfachschule und die obligatorisch erklärten überbetrieblichen Kurse besuchen
  • Eine Lerndokumentation führen, also regelmässig Lernberichte schreiben (bei den meisten Berufen obligatorisch) (OdA: diese Information gemäss Ihrer Bildungsverordnung anpassen)
  • Die eigene Zielerreichung beurteilen und auf das Gespräch mit Berufsbildner/in vorbereiten (Bildungsbericht)

Aufgaben der / des Berufsbildungsverantwortlichen

  • Die Lernende Person gemäss den Zielen der Bildungsverordnung ausbilden
  • Die Fürsorgepflicht gegenüber der lernenden Person wahrnehmen
  • Alle wichtigen Unterlagen abgeben und erklären sowie in den Betrieb einführen
    • Ausbildungsstation im Betrieb zeigen
    • Bildungsplan erläutern
    • Führen der Lerndokumentation erklären und unterstützend begleiten
    • Ablage der Dokumente der beruflichen Grundbildung erklären (z.B. anhand des Registers dieser Dokumentation)
  • Zu Beginn und während der beruflichen Grundbildung Informationen zur Unfallverhütung und zum Gesundheits- und Umweltschutz weitergeben
  • Jedes Semester Lernziele vereinbaren, in einem Gespräch besprechen und einen Bildungsbericht erstellen
  • Lerndokumentation mindestens einmal pro Semester kontrollieren (OdA: gemäss Ihrer Bildungsverordnung anpassen, in der die Häufigkeit der Kontrolle festgehalten ist)
  • Erfahrungsnote geben (OdA: falls in der Bildungsverordnung festgehalten, dann gemäss Ihrer Bildungsverordnung anpassen)
  • Koordination der drei Lernorte – Lehrbetrieb, Berufsfachschule, überbetriebliches Kurszentrum – (Kontakt aufrechthalten)
  • Kontakt zu den Eltern pflegen

Eine gute Verständigung zwischen Eltern, Ausbildungsort und Berufsfachschule trägt zum Lernerfolg bei.

Die Eltern oder die gesetzliche Vertretung haben das Recht über das Verhalten und die Leistungen der Lernenden Person regelmässig informiert zu werden.

Den Eltern oder einen Elternteil ohne elterliche Sorge steht nach Art. 275 Abs. 2 ZBG ein Auskunftsrecht zu.

Die gesetzliche Vertretung der lernenden Person hat den Arbeitgeber in der Erfüllung seiner Aufgabe nach Kräften zu unterstützen und das gute Einvernehmen zwischen den Arbeitgeber und der lernenden Person zu fördern Art. 345 Abs. 2 OR.

Solange die lernende Person minderjährig ist, sprich unmündig, kann ein Lehrvertrag nur mit Zustimmung der Eltern oder der gesetzlichen Vertretung abgeschlossen werden.

Seit dem 1.1.1996 erlischt die elterliche Sorge mit dem vollendeten 18. Altersjahr sprich, wenn die lernende Person volljährig ist.

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